
Piercing
Beratung, Durchführung & Sicherheit
Ich berate dich gerne umfassend rund um das Thema Piercings und biete dir eine große Auswahl an Piercings für nahezu alle Körperbereiche an.
Auch in diesem Bereich arbeite ich einfühlsam und individuell und gehe gezielt auf deine persönlichen Wünsche ein. Ich verwende hochwertige, sehr scharfe sterile Kanülen und biete – je nach Sinnhaftigkeit – auch eine Oberflächenbetäubung an, um den Schmerzfaktor so gering wie möglich zu halten. Zusätzlich setze ich während der Behandlung weitere Techniken ein, um den Einstich für dich so angenehm wie möglich zu gestalten.
Die exakte Platzierung und das spätere Endresultat werden gemeinsam mit dir abgestimmt und sollen möglichst genau deinen Vorstellungen entsprechen.
Bei vielen Piercings besteht außerdem die Möglichkeit des sogenannten Punchens, wodurch sich die Heilungsdauer langsam heilender Piercings von mehreren Monaten auf oft nur wenige Wochen verkürzen kann.
Der von mir verwendete Schmuck besteht ausschließlich aus sehr hochwertigen, körperverträglichen Materialien.
Solltest du einmal Probleme mit einem Piercing haben, helfe ich dir selbstverständlich auch dann weiter, wenn das Piercing nicht von mir gestochen wurde.
Alle Hinweise zur korrekten Pflege nach der Behandlung stehen hier für dich zur Verfügung.
Information zu Ohrlöchern (Lobe-Piercing)
Ein Ohrloch, auch Lobe-Piercing genannt, ist im Grunde ein Piercing wie jedes andere auch – lediglich gesellschaftlich besonders weit verbreitet, da es das erste bekannte Piercing in Europa war.
Oft werde ich gefragt, warum man Ohrlöcher nicht einfach schießen, sondern stechen lassen sollte.
Die Verwendung von Ohrlochpistolen ist zwar nicht wörtlich als „verboten“ bezeichnet, sie entspricht jedoch nicht den heutigen hygienischen und medizinischen Standards. Eine Ohrlochpistole ist nicht hitzebeständig und kann daher nicht sterilisiert, sondern lediglich desinfiziert werden. Eine Desinfektion reduziert Krankheitserreger jedoch nur unvollständig – für eine sichere Abtötung von Viren und Bakterien wie z. B. Hepatitis oder HIV ist eine Sterilisation zwingend erforderlich.
Auch sogenannte sterile Einmalpistolen ändern nichts am grundsätzlichen Problem:
Bei einer Pistole ist der sogenannte Ersteinsatz gleichzeitig das Werkzeug, mit dem der Stichkanal erzeugt wird. Dabei wird ein vergleichsweise stumpfer Gegenstand mit hohem Druck durch das Gewebe geschossen, was nicht nur schmerzhafter ist als das Stechen mit einer professionellen Kanüle, sondern unter Umständen auch zu stärkeren Gewebeschäden führen kann.
Aus diesen Gründen ist dringend davon abzuraten, Ohrlöcher mit einer Ohrlochpistole stechen zu lassen.
Information zu sogenannten „Akupunktur-Piercings“ (Migräne-Piercings)
Was professionell klingt, ist es in diesem Fall leider nicht.
Aufgrund der steigenden Nachfrage und weil immer mehr Studios Piercings gegen Migräne oder andere gesundheitliche Beschwerden bewerben, möchte ich ausdrücklich über sogenannte „Akupunktur-“ oder „Migräne-Piercings“ aufklären.
Eine dauerhafte medizinische Wirkung solcher Piercings ist wissenschaftlich nicht belegt. Der Verband Professioneller Piercer (VPP) hat zu diesem Thema eine Stellungnahme der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur eingeholt. Die Kernaussagen daraus lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Bei der Ohrakupunktur werden sehr feine Nadeln verwendet, um gezielt therapeutische Reize zu setzen. Ein dauerhaft eingesetztes Piercing kann diese therapeutischen Reize nicht ersetzen. Im ungünstigsten Fall wird der entsprechende Akupunkturpunkt sogar dauerhaft geschädigt. Zudem stellt ein Piercing einen konstanten Dauerreiz dar, gegen den der Körper mit der Zeit abstumpft – wodurch eine mögliche Wirkung langfristig ausbleibt.
Aus medizinischer Sicht ist es daher unseriös, mit Ohrpiercings therapeutische Versprechungen zu verbinden. Darüber hinaus kann ein solches Vorgehen sogar einen Verstoß gegen das Heilpraktikergesetz darstellen.
Ich distanziere mich ausdrücklich von der Bewerbung von Piercings als medizinische oder therapeutische Maßnahme und danke dem Verband Professioneller Piercer sowie der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur für die klare fachliche Einordnung dieses Themas.
